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Fragen zum Gelben Sack und zur Gelben Tonne



Wer ist zuständig für die Abfuhr von Gelben Säcken/Tonnen?

Die Gelben Tonnen werden im Auftrag der DSD GmbH, Köln, geleert, einer privatwirtschaftlichen Gesellschaft, deren Aufgabe die Verwertung von leeren Verpackungsmaterialien ist.

Nach einer Ausschreibung der DSD GmbH ist seit Januar 2011 die Firma FAS in der Stadt Hanau für die Leerung der Gelben Tonnen zuständig. Im restlichen Main-Kinzig-Kreis werden die Gelben Säcke und Tonnen durch die Firma Veolia, Niederlassungs Schlüchtern, abgefahren.

Falls Fragen bestehen oder die Gelben Säcke/Tonnen offenbar versehentlich nicht geleert wurden können Sie sich kostenfrei telefonisch informieren:

Für den Main-Kinzig-Kreis ohne Hanau und Maintal: 0800 - 0 78 56 00 (kostenfreie Hotline der Firma Veolia)

Für Hanau: 061 81 - 29 55 66 Abfallberatung der Stadt Hanau




Was haben die Städte und Gemeinden und der Main-Kinzig-Kreis damit zu tun?

Weder die Städte und Gemeinden noch der Main-Kinzig-Kreis haben einen Einfluss auf die Leerung der Gelben Säcke/Tonnen, da die Verwertung von Verpackungen bereits 1992 der öffentlich-rechtlichen Entsorgung entzogen wurde. Die von den Kommunen eingeführte Sammlung von Altglas und Dosen wurden von privaten Entsorgungsunternehmen übernommen und noch durch die Gelben Säcke/Tonnen zur Einsammlung von Leichtverpackungen ergänzt. Da die Kosten für die Verpackungsentsorgung nicht mehr über die Müllgebühren finanziert werden, konnten den Bürgern ab 1992 deutlich kleinere und günstigere Hausmülltonnen angeboten werden.

Dies geschah, da der Gesetzgeber Anfang der neunziger Jahre die Verpackungshersteller und den Handel zur Verwertung der Verpackungen verpflichtet hat, um einen drohenden Entsorgungsnotstand durch die zunehmende Flut von Verpackungsmaterial zu verhindern. In der Verpackungsverordnung wurde nach dem Verursacherprinzip festgelegt, dass der Einzelhandel die gebrauchten Verpackungen in den Geschäften zurücknehmen muss, wenn nicht neben der öffentlich-rechtlichen Entsorgung ein zweites (duales) Entsorgungssystem geschaffen wird, dass gebrauchte Verpackungen haushaltsnah erfasst.

Die Verpackungshersteller und der Handel haben daraufhin die DSD (Duales System Deutschland GmbH gegründet, die im gesamten Bundesgebiet Aufträge zur Einsammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungen nach einem einheitlichen System vergeben hat. Die dabei entstehenden Kosten wird von den Verpackungsherstellern und dem Handel finanziert, die die Kosten ihrerseits auf den Verbraucher abwälzen, d.h. im Preis der Ware ist die Entsorgung der Verpackung bereits einkalkuliert. Der Aufdruck des Grünen Punktes auf den Verpackungen weist darauf hin, dass für die Verpackung ein Entsorgungsentgelt entrichtet wurde. Inzwischen gibt es neben der DSD GmbH weitere duale Systeme, die den Verpackungsherstellern und dem Einzelhandel gegen Gebühren die Verwertung der Verpackungen anbieten und statt dem Grünen Punkt andere Logos verwenden. Für den Bürger ändert sich aber nichts, da auch diese Verpackungen mit in den Gelben Säcke/Tonnen gesammelt werden.




Warum wurde der Gelbe Sack oder die Gelbe Tonne nicht abgefahren?

Die Entsorgungsunternehmen werden nur für die Einsammlung von Verpackungsmaterialien bezahlt und wurden von der DSD GmbH vertraglich verpflicht die Säcke und Tonne zu kontrollieren. Bei hohen Fehlwurfanteilen müssen die Unternehmen mit Kürzungen ihres Fuhrlohns rechnen müssen, daher werden Gelbe Säcke und Tonnen, die außer Verpackungen auch andere Dinge enthalten, mit einem Aufkleber versehen und bleiben ungeleert stehen. Die falsch befüllten Tonnen müssen dann nachsortiert und können bei der nächsten Abfuhr erneut bereit gestellt werden.

Werden wiederholt Fehlwürfe in einer Tonne vorgefunden, kann das Entsorgungsunternehmen die Tonne einziehen. Dann müssen ersatzweise Gelbe Säcke verwendet werden, die allerdings ebenso wie die Tonnen dann nur alle vier Wochen abgefahren werden, während in Städten und Gemeinden in denen ausschließlich Gelbe Säcke verwendet werden alle zwei Wochen abgefahren wird. Wird die Tonne eingezogen, muss man also den höheren Platzbedarf der Sacksammlung in Kauf nehmen, ohne von dem 14-tägigen Abfuhrrhythmus zu profitieren.

Das Einziehen der Tonnen bei "Müllsündern" hat für die Entsorgungsunternehmen auch den Vorteil, dass laufende Bedarf an Tonnen für Zugezogene und Ersatztonnen nicht teuer angeschafft werden muss, sondern durch bloße Umverteilung aus dem vorhandenen Bestand gedeckt werden kann. Es ist also davon auszugehen das die Entsorgungsunternehmen früher oder später beginnen werden, Tonnen die mehrfach falsch befüllt wurden einzuziehen.

Nach Angaben eines Entsorgungsunternehmens, enthalten viele Gelben Tonnen außer Leichtverpackungen auch erhebliche Mengen an Fremdmaterialien. Vorgefunden werden beispielsweise Plastikspielzeug, Plüschtiere, Elektrogeräte, Bioabfälle, Zeitungen und Windeln, alles Dinge, die nichts mit Verpackungen zu tun haben. Auch Glasflaschen haben in der Gelben Tonne nichts verloren, sondern werden in den Altglascontainern gesammelt und Verpackungen aus Papier oder Pappe, gehören in die Altpapiertonne. Die Verpackungen sollten weitestgehend entleert sein (Stichwort löffelrein), das Ausspülen oder Auswischen der Verpackungen ist aber nicht erforderlich. Verpackungen mit Restinhalten gehören dagegen in die Hausmülltonne.

Die Entsorgungsunternehmen haben auch darauf hingewiesen, dass nur Gelbe Säcke mitgenommen werden. Wer seinen Verpackungen in herkömmlichen Müllsäcken sammelt, muss damit rechnen, dass diese liegenbleiben. Bei der Sammlung in Tonnen oder Containern
schütten Sie die Verpackungen bitte lose in die Gefäße, damit sie besser sortiert werden können. Wenn sich undurchsichtige gefüllte Säcke und Tüten in gelben Tonne oder Containern befinden, werden diese nicht geleert.

Falls noch Fragen bestehen oder die Gelben Säcke/Tonnen offenbar versehentlich nicht geleert wurden können Sie sich kostenfrei telefonisch informieren:

Für den Main-Kinzig-Kreis ohne Hanau und Maintal: 0800 - 0 78 56 00 (kostenfreie Hotline der Firma Veolia)

Für Hanau: 06181/295-566 oder 715 (Hotline der Firma Hanau Infrastruktur Service)




Warum darf nicht alles Plastik in die Gelben Säcke/Tonnen?

Der Gelbe Sack und die Gelbe Tonne sind keine Wertstofftonnen, sondern dienen ausschließlich der vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Rücknahme von Verpackungen

Auch wenn sortenreine Kunststoffabfälle inzwischen weltweit vermarktet werden, die Kosten für die Einsammlung und sortenreine Sortierung sind immer noch höher als die Einnahmen die bei dem Verkauf der Kunstabfälle erzielt werden. Das Rücknahmesystem wird also überwiegend durch die bei den Verpackungsherstellern und dem Einzelhandel erhobenen Lizenzgebühren finanziert, die letztlich der Verbraucher bezahlt. Hersteller und Vertreiber von anderen Kunststoffartikeln, wie Schüsseln, Spielzeug sind dem Rücknahmesystem nicht angeschlossen. Auch wenn auf der Verpackung eines Kunststoffspielzeugs der Grüne Punkt aufgedruckt ist, wurden lediglich für die Entsorgung der Verpackung aber nicht für die Entsorgung des Inhalts Gebühren bezahlt. Dies macht auch Sinn, da die Verpackung im Gegensatz zum Inhalt in der Regel wesentlich früher entsorgt werden muss.

Die Entsorgungsunternehmen, die die Gelben Säcke/Tonnen leeren, sind von ihren Auftraggebern angewiesen, darauf zu achten, dass nur Verpackungsmaterialien eingesammelt werden. Weist der eingesammelte Verpackungsabfall einen zu hohen Anteil an Fremdstoffen auf, erhält das Entsorgungsunternehmen weniger Geld für die Einsammlung.




Wird nicht sowieso alles verbrannt oder vergraben?

Kurz nach der Einführung der Gelben Säcke/Tonnen gab es einige Entsorgungsskandale, beispielsweise landeten Verpackungsabfälle bei Nacht und Nebel auf französischen Deponien. Diese Skandale haben die DSD GmbH an den Rand des Ruins getrieben und in der Folge zu effizienteren Kontrollen der Entsorgungswege geführt.

Nach über 15 Jahren Verpackungsrecycling existieren inzwischen völlig andere Verwertungsverfahren, wie in den Anfangsjahren, als aus gemischten Kunststoffabfällen allenfalls minderwertige Produkte wie Parkbänke und Segmente von Lärmschutzwällen hergestellt werden konnten.

Durch die Modernisierung und technische Aufrüstung der Sortieranlagen ist es heute möglich die Verpackungen maschinell nach den einzelnen Kunststoffarten zu sortieren und dabei die vom Markt geforderten Reinheitsgrade von mehr als 95 % einzuhalten.Für sortenrein aussortierte Kunststoffverpackungen, die den Marktkriterien entsprechen, sind werden inzwischen einige hundert Euro pro Tonne bezahlt.

Nur die Sortierreste, die zum Teil aus Fehlwürfen bestehen werden noch in Müllverbrennungsanlagen entsorgt. Da die Kosten für die Beseitigung der Sortierreste zu Lasten der Einsammler und Sortieranlagenbetreiber gehen, sind die Entsorgungsunternehmer bestrebt gelbe Säcke oder Gelbe Tonnen nur dann einzusammeln bzw. zu leeren, wenn sie keine Fehlwürfe enthalten.




Dürfen nur Verpackungen mit dem Grünen Punkt in die Gelben Säcke/Tonnen?

Auf vielen Verpackungen ist der Grüne Punkt aufgedruckt, ein Hinweis dafür, dass für die Verwertung der Verpackung ein Lizenzentgelt entrichtet wurde. Auf einigen Verpackungen findet man den Grünen Punkt auch in anderen Farben, etwa weil bei einfarbig gehaltenen Verpackungen die Kosten für den Vierfarbdruck gespart wurden. Da inzwischen Wettbewerb im Bereich der Verpackungsentsorgung herrscht, gibt es auch außer dem Grünen Punkt auch andere Logos, etwa von der Firma Interseroh DSI oder der Firma Landbell. Für den Verbraucher bedeutet dies keine Änderung, auch diese Verpackungen werden mit im Gelben Sack oder der Gelbe Tonne gesammelt, eine Aufteilung nach den verschiedenen Systemen erfolgt erst bei der Entsorgungswirtschaft im Anschluss an die Sortierung. Ebenso gehören Teile von Verpackungen mit in den Gelben Sack, auf denen kein Logo aufgedruckt ist, beispielsweise Deckel von Marmeladengläsern, Kronkorken, Zahnpastaverschlüsse etc.

Die Pflicht zur Kennzeichnung der Verpackungen mit dem Grünen Punkt oder dem Logo eines anderen Unternehmens, das das Recycling von Verpackungen anbietet, entfällt ab dem Jahr 2009. Dann müssen alle Verpackungen, die an Endverbraucher abgegeben werden, auch bespielsweise die bislang nicht erfassten Brötchentüten, lizenziert werden. Der Nachweis dafür erfolgt künftig nicht mehr durch das Aufdrucken des Grünen Punktes oder vergleichbarer Logos, sondern durch die Verpflichtung des Verpackungsherstellers eine Vollständigkeitserklärung über die in Verkehr gebrachten Verpackungen abzugeben.




Wie sortiere ich richtig?

In die Gelben Säcke und Tonnen gehören ausschließlich sogenannte Leichtverpackungen. Dies sind alle Verpackungen in denen Lebensmittel, Güter des täglichen Bedarfs und sonstige im Handel erhältliche Waren verpackt sind.

Ausnahmen bestehen bei Verpackungen aus Pappe oder Papier, die in den ohnehin vorhandenen Altpapiergefäßen gesammelt werden und bei Verpackungen aus Glas, die nicht im Gelben Sack und der Gelben Tonne sondern in Altglascontainern gesammelt werden, da der bei der Einsammlung und Sortierung entstehende Glasbruch die Sortierung erheblich behindern würde.

Flaschen und Gläser sind in die Altglascontainer ohne Deckel nach den Farben Grün, Braun und Weiß getrennt einzuwerfen. Blaues oder graues Glas kommt in den Grünglascontainer. Keramikgefäße, Spiegelglas und Flachglas haben in den Altglascontainern nichts zu suchen, sondern gehören in die Restmülltonne.

Typische Leichtverpackungen, die in den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne gehören:

Bitte geben Sie die Verpackungen lose in die Tonne, damit sie besser sortiert werden können.

Das darf nicht den Gelben Sack bzw. die Gelbe Tonne: Wichtig: Die Verpackungsmaterialien werden teilweise von Hand sortiert. Bitte werfen Sie daher nur entleerte Verpackungen (Stichwort: löffelrein) in die gelben Säcke bzw. gelben Tonnen und auf keinen Fall Hausmüll oder Bioabfall. Das Ausspülen der Verpackungen ist aber nicht erforderlich.

Im Zweifel gilt: Lieber ein Wurf zuviel in die Restmülltonne, als ein Fehlwurf in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne.

Informationen darüber, was in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne gehört, finden Sie auch in dieser Sortieranleitung.