Abfallverwertung > Küchen- & Pflanzenabfälle
Schlüchtern-Hohenzell Gründau-Lieblos Langenselbold
  Neue Hohenzeller Straße
Schlüchtern-Hohenzell
An der tiefen Brücke
Gründau-Lieblos
Am Seegraben
Langenselbold
Telefon: 06661/71763 06051/12040 06184/9272-0
Anfahrt: Bundesstraße 40, Neue Hohenzeller Straße Richtung Hohenzell Bundesstraße 457 Richtung Büdingen, Abzweigung Richtung Niedergründau
Anmerkung: Annahme von Grüngut, Baum- und Astschnitt (kleiner 40cm)   Annahme von Grüngut, Baum- und Astschnitt (kleiner 40cm)
Öffnungszeiten: zu den Öffnungszeiten zu den Öffnungszeiten zu den Öffnungszeiten
Verfahren: Klassische Mietenkompostierung Klassische Mietenkompostierung

Küchenabfälle, Essensreste, überlagerte Lebensmitteln und Gartenabfälle machen, bezogen auf das Gewicht, mehr als 40 % des Abfalls aus, der in Haushalten anfällt. Um diese organischen Abfälle einer sinnvollen Verwertung zuzuführen, wurden ab 1991 im Main-Kinzig-Kreis nacheinander drei Kompostierungsanlagen errichtet, in denen der über die Biotonne und die kommunalen Grünschnittsammlungen eingesammelte organische Abfall kompostiert wird. Eine ursprünglich geplante vierte Anlage auf dem Gelände eines ehemaligen Nato-Lagers im Spessart konnte wegen Bürgerprotesten nicht gebaut werden. Ein Teil der im Main-Kinzig-Kreis anfallenden organischen Abfälle wird daher in einer Kompostierungsanlage bei Otzbach, Thüringen, kompostiert.

Die Kompostierung führt Pflanzennährstoffe und Huminstoffe wieder in Äcker und Gärten zurück, dadurch sinkt der Bedarf an Mineraldünger und Torf. Gleichzeitig werden die Entsorgungsanlagen von einem Abfall entlastet, der in Verbrennungsanlagen wegen des geringen Heizwerts die Energieausbeute verringert und wegen des Geruchs der Abbauprodukte die Zwischenlagerung erschwert. Dass die Kapazität der Kreismülldeponie Gelnhausen-Hailer bis zum 31. Mai 2005, dem bundesweiten Stichtag für die Beendigung der Hausmülldeponierung gerade noch ausgereicht hat, ist letztlich auch auf die Getrenntsammlung von Bioabfällen zurückzuführen. Zudem hat der durch die Bioabfallkompostierung seit 1992 zurückgehende Anteil organischer Abfälle auch zu einer Verringerung der Deponiegasbildung und der Belastung des Sickerwassers geführt.

Die Kompostierung im eigenen Garten und die Benutzung der Biotonne stellen keinen Gegensatz dar, sondern ergänzen sich. Im Garten und in der Küche fallen oft Stoffe an, die zwar kompostierbar sind, aber ungern auf den eigenen Komposthaufen getan werden, weil sie sich unter den dort herrschenden Bedingungen, wie den mangels Masse erheblich niedrigeren Temperaturen, nicht zersetzen. Hier hilft die Biotonne, dieses Material doch noch in den Stoffkreislauf einzubringen.


Verfahrensablauf
Der Bioabfall wird mit dem zuvor zerkleinerten Grünschnitt vermischt und unter einem Dach zu ca. drei Meter hohen langgestreckten Mieten aufgesetzt. In den Mieten bauen Mikroorganismen mit Hilfe von Sauerstoff aus der Luft die leicht abbaubaren organischen Substanzen ab. Innerhalb von rund drei Monaten entsteht so ein Kompost, der als Dünger und Bodenverbesserer eingesetzt werden kann. Damit die Kompostierung optimal verläuft, werden die Mieten laufend überprüft und bei Bedarf bewässert. Täglich wird die Temperatur im Inneren der Mieten gemessen, die anfangs bis zu 70 °C erreichen kann und so Krankheitskeime und Samen von Wildkräutern abtötet. Mit speziellen Umsetzgeräten werden die Mieten regelmäßig umgesetzt. So wird erreicht, dass die Kompostierung gleichmäßiger verläuft und auch das zunächst außen liegende Material in das Innere der Miete gelangt und dort durch die hohen Temperaturen im hygienisiert wird. Nach Abschluss der Rottephase wird der Kompost maschinell abgesiebt, dabei werden nicht kompostierbare Fremdstoffe, wie Plastiktüten, entfernt. Durch nachgeschaltete Siebungen werden für die jeweiligen Einsatzbereiche unterschiedliche Kompostqualitäten hergestellt. Der produzierte Kompost wird in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Instituten untersucht und erhält das Gütesiegel der Bundesgütegemeinschaft Kompost.

Regelmäßiges maschinelles Umsetzen garantiert einen gleichmäßigen Verlauf des Rotteprozesses Nach der Hauptrotte werden die Fremdstoffe ausgesiebt und entsorgt